Sie dienen dem stillen Gedenken, sind ähnlich wie Parkanlagen grüne Inseln im Stadtbild und insbesondere an Allerheiligen ein selbstverständliches Ziel zahlreicher Spaziergänger: Friedhöfe. Über ihre Bedeutung und ihren Wert nicht nur für die Bestattungskultur, sondern auch für eine artenreiche Natur im innerstädtischen Raum geht es im neuen BZ-Podcast „Stadtgespräch“. Studiogast ist diesmal Andreas Mäsing. Der Borkener ist Geschäftsführer der Friedhofsgärtner Gelsenkirchen eG. Diese Genossenschaft bietet in einem eigenen Dienstleistungszentrum Hilfe und Beratung zu den Themen Beerdigung und Grabpflege. Im BZ-Podcast erzählt Mäsing im Gespräch mit BZ-Redakteur Peter Berger, wie ihn Friedhöfe schon seit seiner Kindheit prägen. Das liege vor allem daran, dass er einer Gärtnersfamilie in unmittelbarer Nähe zum Borkener Friedhof am Butenwall entstammt. Und der obendrein auf seinem Schulweg lag, fügt er schmunzelnd hinzu. Der Ablauf von Beerdigungen sei ihm daher seit Kindesbeinen vertraut. Er empfinde Ehrfurcht, aber keine Scheu, sagt Mäsing. Diese Eindrücke beeinflussten später seine Berufswahl. Seit Jahrzehnten setzt sich Mäsing leidenschaftlich dafür ein, Friedhöfe als Kulturerbe zu erhalten.